Während Kreditinstitute kostenfreie Girokonten bereits seit mehreren Jahren anbieten, ist der Trend bei den kostenlosen Wertpapier-Depots noch relativ jung. Immer mehr Privatpersonen finden heutzutage Gefallen daran, ihre persönlichen Vermögensangelegenheiten möglichst selbstständig in die Hand zu nehmen. Vor allem das Internet hat maßgeblich dazu beigetragen, dass der Handel mit Wertpapieren nun einem breiteren Personenkreis zugänglich ist. Auch die Art und Weise des Wertpapierhandels wurde durch das Internet revolutioniert. So war es beispielsweise zu Zeiten vor dem elektronischen Handel erforderlich, für jede Handels-Transaktion das Brokerhaus persönlich zu kontaktieren. Die Orders wurden dann von einem Broker durchgeführt. Diese Art mit Wertpapieren zu handeln, führte aufgrund der verstrichenen Zeit bis eine Order durch den Broker erfüllt wurde, nicht selten zu erheblichen Wertverlusten bzw. stark veränderten Kurswerten. Heutzutage können Aktien, Optionsscheine, Währungen, Indexzertifikate sowie Renten- und Immobilienfonds in Sekundenschnelle gekauft und verkauft werden.
Mit einem Online-Depot können diese Geschäfte bequem von zu Hause aus erledigt werden. Kursveränderungen aufgrund von Zeitverzögerungen bei der Order-Erfüllung gehören somit der Vergangenheit an. Viele Banken und Brokerhäuser, die eine eigene Web-Präsenz haben, bieten ihren Kunden an, ein Depot kostenfrei bei ihnen zu eröffnen. Neulinge sollten hier jedoch auch auf die anderen Kosten achten. Wer ein Depot kostenfrei führen möchte, sollte auch die Preise für Order beachten, denn diese variieren oftmals erheblich. Oftmals wird ein Depot kostenfrei auch nur zur Verfügung gestellt, wenn eine Mindestanzahl pro Trades im Quartal erreicht wird. Deshalb sollten vor der Eröffnung eines kostenlosen Depots die Angebote der verschiedenen Broker-Häuser gut verglichen werden.
